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WIR 2 – Der Sinn von Politik ist Freiheit

Fotografie / Installation / Malerei / Video

Christian Jankowski, Oliver Kossack, Paolo Maggis, Petra Mattheis und Sascha Nau, Matthias Megyeri, Bjørn Melhus, Timo Nasseri, Olaf Nicolai

© Klinger Forum e.V. / Foto: Robert Raithel © Klinger Forum e.V. / Foto: Robert Raithel

 


28. September – 21. Dezember 2014
Klinger Villa, Karl-Heine-Str. 2, 04229 Leipzig

ÖFFNUNGSZEITEN
FR 14 – 18 Uhr, SA/SO 10 – 18 Uhr
Der Eintritt ist frei, Führungen auf Anfrage.


 

25 Jahre Friedliche Revolution – ein großes, emotionales Ereignis und seine Folgen.

„Wir sind das Volk“ schallte es ’89 durch Leipzigs Straßen. Verbrüderung als ziviler Ungehorsam: Das „wir“ bewegte die Massen und brachte ein politisches System zu Fall. Über unterschiedliche künstlerische Ansätze und Positionen geht die Ausstellung der Frage nach, was aus diesem „wir“ geworden ist. 

Ganz bewusst wurde die Ausstellung WIR in zwei Akte gegliedert. Alles ist Bewegung, alles ist Prozess: Zeit, Wahrnehmung, gesellschaftliche Ordnung, das Leben an sich. Im Großen wie im Kleinen. Vor allem, wenn es um den Versuch geht, eine Zeitspanne von über 25 Jahren in künstlerischen Bildern auszudrücken. Angesichts der bis heute andauernden emotionalen Aufgeladenheit des Themas, besonders in Leipzig als Epizentrum der Friedlichen Revolution, scheint ein l’art pour l’art Ansatz zu hermetisch-elitär, zu abstrakt. 

L’art pour l’homme: Das geistige Streben nach Schönheit, Harmonie und Liebe trifft auf die menschlich-instinkthaften Triebe der Selbsterhaltung, Eitelkeit und Egomanie. Diese beiden widerstreitenden Aspekte stellen das Kernthema der beiden Ausstellungen dar. In erster Linie geht es darum ein verbindendes Moment, ein „wir“ zu schaffen, dass ohne einen Sündenbock bemühen zu müssen, ein Zugehörigkeitsgefühl und Empathie schafft. Zu aller erst sind „wir“ Menschen, dann erst Männer, Frauen, Kinder, DDR-Bürger, Wessis, Sozis, Kommunisten, Sportler, Philosophen, Kapitalisten, Diktatoren, Hippis, Anarchisten oder Studenten. Sein und Schein, Utopie und Wirklichkeit, ich und du, Vergangenheit und Zukunft treten als Gegensätze auf, deren dynamisch aufrechtzuhaltendes und ausgleichendes Spannungsverhältnis Grundvoraussetzung für Entwicklung ist. Vor diesem Hintergrund spielen sich die historischen Prozesse der Ereignisse um ’89 bis heute ab.

WIR 2 – Der Sinn von Politik ist Freiheit

Damit die Politik die Interessen der Individuen zum Ausgleich bringt, gibt der Einzelne Freiheit zu Gunsten des Staates auf. Immer wieder eine schöne Idee! 

Gleicher Ort, anderes Setting. „R. Bunnit, Peter Pin & Didoo“ verwehrt dem Besucher nicht mehr den Zugang zum Garten. Jetzt sind es die Bäume oder zumindest der Blick auf sie, der verwehrt wird. „Minimal Subliminal“, die Sohlen haben sich formiert und statt im Weg herum zu liegen, geben sie nun dem Besucher einen Pfad durch die Ausstellung vor. Der Blick hat sich verändert, wir haben uns in ein neues Jahrtausend aufgemacht. Die Geschichte bleibt, die Perspektive hat sich verschoben. Die Gruppendynamik, das Wir-Gefühl, ist verpufft. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, für das eigenen Glück, für den eigenen Wohlstand und für die eigenen Neurosen. Den großen Utopien gegenüber haben wir kapituliert und fühlen uns vielleicht gerade deshalb so entmenschlicht und nackt.

CHRISTIAN JANKOWSKI
1968 in Göttingen geboren. 1999 Teilnahme an der 48. Venedig Biennale. 2000 Preisträger der „Freunde der Nationalgalerie“, Berlin. Professor für Bilhauerei (Installation, Performance, Video) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2013 erhielt er den Videonale-Preis der Kfw-Stiftung. Lebt und arbeitet in Berlin. 

OLIVER KOSSACK
1967 in Tel Aviv geboren. Studium der Germanistik und Romanistik von 1987 bis 1991 an der University of St. Andrews (GB). Von 1991 bis 1996 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) in der Malereiklasse von Prof. Arno Rink, anschließendes Meisterschülerstudium von 1996 bis 1998. Gastprofessur an der Hochschule der bildenden Künste in Saarbrücken von 2004 bis 2006. Von 2006 bis 2007 Lehrauftrag für Gegenständliches Zeichnen an der HGB. Seit 2011 Professor für künstlerische Lehre in den künstlerischen Druckwerkstätten der HGB. Mitbegründer des Kunstraums B/2 in Leipzig. 2012 Gruppenausstellung im Museo Nacional de la Estampa,- Munae (Mexiko City) und im Black Door Istanbul. Lebt und arbeitet in Leipzig. 

PAOLO MAGGIS
1978 in Mailand, Italien geboren. 1996 - 2000 Studium der Malerei an der Accademia di Belle Arti di Brera, Mailand, Italien. Zwischen 2005 und 2008 lebte und arbeitete er in Berlin. Er stellte unter anderem auf der 50. und 54. Venedig Biennale (2003 und 2011) aus. Lebt und arbeitet in Mailand und Barcelona. 

MATTHIAS MEGYERI
1973 in Stuttgart geboren. Studium bei Anthony Dunne und Ron Arad am Royal College of Art in London (GB) sowie bei Gunter Rambow an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Nach neun Jahren in London lebt er seit 2009 in Stuttgart. 2011 bis 2012 Gastprofessur für Ästhetische Praxis und Kunst an der Universität der Künste in Berlin. Werke von ihm sind in den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York und des Ludwig Museum Budapest. 2013 Einzelausstellung Acts of Sweet Dreams Security an sieben verschiedenen Standorten deutschlandweit, zum Beispiel Deutsches Architektur Zentrum, Soho-House und Deutsches Technikmuseum, gefördert durch die Stiftung Kunstfonds. 2013/14 Forschungsstipendium des Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique des Centre Pompidou. 

BJØRN MELHUS 
1966 in Kircheim/Teck geboren. 1997 Diplom im Studiengang Film und Video an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Von 1997 bis 1998 Studium am California Institute of the Arts, Los Angeles (US). Seit 2003 Professur für Bildende Kunst und Virtuelle Realitäten an der Kunsthochschule Kassel. 2003 vertreten auf der 8. Internationalen Biennale in Istanbul, Türkei. Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises, Kategorie Experimentalfilm, 2011 für I´m not the Enemy. Lebt und arbeitet in Berlin und Kassel. 

PETRA MATTHEIS
1967 in Moers, Nordrhein-Westfalen. 1994 Diplom Kommunikations-Design an der Fachhochschule Wiesbaden. 2006 Diplom Freie Bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste in Mainz. Von 2006 bis 2009 Meisterschülerstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2011 Lehrauftrag Kunstpädagogik Goethe-Universität Frankfurt/M. Lebt und arbeitet in Leipzig. 

TIMO NASSERI
1972 in Berlin geboren. Schloss 1997 seine Ausbildung zum Fotograf am Berliner Lette-Verein ab. Im Jahr 2003 erhielt Nasseri den Aenne-Biermann-Preis, 2004 war er Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und 2010 den Abraaj Capital Prize. 2011 Ausstellungsbeteiligung in den Deichtorhallen, Hamburg, 2010 Ausstellung in Beirut. Lebt und arbeitet in Berlin.

SASCHA NAU
1975 in Hofheim am Taunus geboren. 2004 Diplom Freie Bildende Kunst an der Akademie für Bildende Künste in Mainz. 2005 Lehrauftrag an der Akademie für Bildende Künste Mainz. Lebt und arbeitet in Leipzig.

OLAF NICOLAI
1962 in Halle an der Saale geboren. 1983 bis 1988 Studium der Germanistik mit anschließender Promotion an der Universität Leipzig. Nicolai war auf der Documenta X 1997 und den Biennalen 49 und 51 (2001 und 2005) in Venedig vertreten. Er erhielt 1998 das Stipendium der Villa Massimo in Rom und 1999 das Stipendium der PS1, New York. Zuletzt stellte Nicolai im Pariser Louvre und auf der Berlin-Biennale aus. Seit 2011 Professur an der Akademie der Bildenden Künste München. Lebt und arbeitet in Berlin.


Partner

Brigitte March International Contemporary Art, Stuttgart  
Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin
Galerie Patrick Ebensperger
Jochen Hempel, Berlin/Leipzig
Lisson Gallery
SCHLEICHER/LANGE, Berlin
The grass is greener


Förderer

KSW GmbH
, B&B Media, 
Blüthner, 
REGJO, 
Richard-Wagner-Verband Leipzig

© Klinger Forum e.V. / Foto: Robert Raithel