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Licht und Schatten, Streiflicht und Dämmerung

Das Klinger Forum eröffnet Ausstellung »Dämmerung«

Licht und Schatten, Streiflicht und Dämmerung Das Klinger Forum eröffnet Ausstellung »Dämmerung«

16.September bis 09.Dezember 2012
Klinger Villa, Karl-Heine-Str. 2, 04229 Leipzig

ÖFFNUNGSZEITEN
FR 14 – 18 Uhr, SA/SO 10 – 18 Uhr

Der Eintritt ist frei, Führungen auf Anfrage.

 

Der Anspruch des Klinger Forums ist es, Kunst im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Als Ort des Austausches zwischen Künstlern und Öffentlichkeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, klassischen und zeitgenössischen Künstlern Raum zu geben, um ihre Werke zu präsentieren. Vom 16. September bis zum 9. Dezember 2012 zeigt das Klinger Forum Leipzig nun die Ausstellung »Dämmerung«. Das Verdienst der Kuratorin Dr. Margit im Schlaa ist es, dass sie eine Ausstellung ins Leben gerufen hat, die sich dem Thema des Erhabenen und Schönen in der Natur auf eine bewusst vielfältige Weise nähert.

 

Den Besucher erwarten Fotografien von Stephanie Kloss (Berlin), Linol- und Holzschnitte von Sebastian Speckmann (Leipzig) und ein Video von Christoph Brech (München). »Die dargestellten Naturphänomene präsentieren magische Bilder, bedrohliche Naturschauspiele, verwüstete Landschaften oder überirdisch anmutende Naturerlebnisse. Mit ihrer suggestiven Kraft öffnen sie mythisch-erzählerische Räume, die den Betrachter in ihren Bann ziehen«, so Dr. Margit im Schlaa. Es sind Bilder von durch Naturkatastrophen verwüsteten Landschaften und in Streulicht getauchten Gebirgen bei Kloss, von verwaisten Häusern, gerahmt von bedrohlichen Naturschauspielen bei Speckmann oder von einem gewaltigen Einbruch des Menschen in die Natur in Brechs Video, worin die suggestive Kraft der Kunstwerke liegt. Sie regt die Phantasie des Betrachters an, sich Geschichten auszudenken, die sich an den unheimlichen oder überirdisch-ätherisch anmutenden Orten zugetragen haben könnten.

 

Mit Stephanie Kloss, Sebastian Speckmann und Christoph Brech vereint die Ausstellung drei außergewöhnliche Künstler. Stephanie Kloss arbeitet in ihren Fotoserien geheimnisvolle Augenblicke und fast künstlich wirkende Elemente der Natur heraus. In einer Reihe von Fotoserien fokussiert sie den von Nebelschwaden ätherisch durchzogenen Regenwald von Venezuela, Gletscher- und Bergansichten aus den Berner Alpen sowie das Mississippi-Delta nach der Verwüstung durch den Hurrikan Katrina 2005 und vor der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon 2010. Sie selbst sagt über ihre Werke: »Meine Fotoarbeiten zeigen keine singulären Ereignisse, sondern Zwischenzustände von Landschaften, die oft mit einem Mythos verbunden sind.« Christoph Brechs Video »Break« (2004) setzt auf die filmische Darstellung der überwältigenden Wirkung der Atmosphäre. Frühmorgens sieht man den nebelverhangenen und zugefrorenen Sankt-Lorenz-Strom im Norden Kanadas bei minus 26 Grad. Ein Eisbrecher bahnt den Weg für einen Frachter, der etwas später durch die Fahrrinne gleitet und einen brutalen Einbruch der Zivilisation in die Natur markiert. In Speckmanns Linolschnitten geht es um Naturgewalten wie Blitz oder Unwetter, tageszeitbedingte Lichtverhältnisse sowie diffuse Lichtreflexe wie zum Beispiel durch das Mondlicht. Die von ihm eingefangenen Naturphänomene thematisieren das erzählerische Potenzial der erhabenen Naturästhetik und bilden häufig den Rahmen für die Darstellung von architektonischen Objekten. Für Sebastian Speckmann ist die Ausstellung eine Gelegenheit, seine Werke der Öffentlichkeit seiner Heimatstadt zugänglich zu machen. Das Klinger Forum betrachtet er als Gewinn für die Stadt: »Für mich als Leipziger eröffnet sich durch das Klinger Forum ein neuer, interessanter und vielversprechender Blick auf die Leipziger Kunstszene und darüber hinaus.« Jörg Zochert, Vorstand des Klinger Forums, hört das gern. Er sieht den Verein vor der dritten Ausstellung auf einem guten Weg: »Wir blicken als Klinger Forum e.V. mittlerweile auf ein Jahr betriebsamer Vereinstätigkeit zurück. Es ist uns gelungen, mit zwei sehr erfolgreichen Ausstellungen und zahlreichen Veranstaltungen den Blick der Leipziger und der kulturinteressierten Öffentlichkeit auf die Klinger-Villa als einstmals vergessenen Ort zu lenken.« Man darf auf die Ausstellung »Dämmerung« und weitere künstlerische Vorhaben in der Zukunft gespannt sein.