Impressum
Homepage Aktuell Ausstellungen Veranstaltungen Über das Klinger Forum Kontakt Medienspiegel Links Presse

Aktuell

Preisträgerkonzert am 22.09. ab 19 Uhr

teaser_klingerforum-RTWP-preistraegerkonzert_sep_2014_016.jpg

Ausstellungen

klingerforum_WIR02_vernissage_sep_2014_043.jpg

Musik

2. Internationaler Richard-Wagner-Nachwuchswettbewerb 2015

klingerforum_RWNP_tag1_jan_2014_133_klein.jpg

Willkommen im Klinger Forum

Nach der Sanierung der Klinger Villa durch die KSW wurde der Klinger Forum e.V. geschaffen, um einen Teil des Gebäudes und den Garten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit Ende 2011 finden hier zwei Mal im Jahr Ausstellungen statt, in denen neben Künstlern aus Leipzig auch national und international renommierte Positionen gezeigt werden. Bisher gezeigte Ausstellungen sind u. a. „Max Klinger: … und ewig lockt das Weib“ (2011), „Melancholia“ (2012), „Dämmerung“ (2012) und „Mythos Wagner“ (2013).

Neben den Ausstellungen erfolgen regelmäßig Sonderveranstaltungen, wie Lesungen und Konzerte. Seit 2013 wird in der Klinger Villa der Internationale Nachwuchswettbewerb des Richard-Wagner-Verbandes durchgeführt.
Der Verein Klinger Forum e.V. lädt künftige Partner, Förderer und Unterstützer ein, sich an der kulturellen Wiederbelebung der Klinger Villa zu beteiligen.

Ein wunderbares Beispiel hierfür stellt die Restaurierung der Klinger Villa und des dazugehörigen englischen Landschaftsgartens durch das Leipziger Unternehmen KSW GmbH dar. Die Salons und der Garten sollen zeitweise für Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen geöffnet werden. 

Klingers Leben und Schaffen

Max Klinger (1857–1920, im Bild links oben) im Kreise seiner Familie vor der Treppe zum Garten der Villa seiner Eltern in der Leipziger Karl-Heine-Straße 2 / vorn sitzend (v. l. n. r.): Klingers Mutter Auguste Friederike Eleonore geb. Richter, Klingers Vater Heinrich Louis Klinger, Klingers Schwester Martha, dahinter stehend (v. l. n. r.): Klingers Schwester Louise, Klingers Bruder Georg, Max Klinger selbst, Klingers Bruder Heinrich mit Frau und deren drei Kinder / Hermann Walter (1838–1909), Stadtgeschichtliches Museum Leipzig Max Klinger (1857–1920, im Bild links oben) im Kreise seiner Familie vor der Treppe zum Garten der Villa seiner Eltern in der Leipziger Karl-Heine-Straße 2 / vorn sitzend (v. l. n. r.): Klingers Mutter Auguste Friederike Eleonore geb. Richter, Klingers Vater Heinrich Louis Klinger, Klingers Schwester Martha, dahinter stehend (v. l. n. r.): Klingers Schwester Louise, Klingers Bruder Georg, Max Klinger selbst, Klingers Bruder Heinrich mit Frau und deren drei Kinder / Hermann Walter (1838–1909), Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Max Klinger wurde am 18. Februar 1857 in Leipzig geboren. Der berühmte Maler, Bildhauer und Grafiker ist Deutschlands berühmtester Vertreter des Symbolismus – eine Kunstrichtung mit Bezug zur Antike. Max Klinger hinterließ der Nachwelt und seiner Vaterstadt Leipzig viele bedeutende Zeugnisse seines Schaffens.

Klinger blieb Leipzig zeitlebens verbunden. Seine Biografie kann durch die Orte im In- und Ausland, an denen er sich aufhielt, und durch die Stationen seines Schaffens dokumentiert werden – Leipzig war für ihn jedoch immer ein privater und geistiger Rückzugsort. Er suchte in ganz Europa Impressionen für seine künstlerische Entwicklung. So bereiste er Karlsruhe oder Berlin, Rom oder Paris, Wien oder London, Florenz oder Brüssel, die antiken Stätten in Italien und Griechenland – er war in den Pyrenäen, auf Sizilien und in Spanien. Der Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens und seine heimliche Liebe galt Leipzig. Hier feierte er seine größten Erfolge, hier war seine treueste Anhängerschaft, hier hatte er seine Wurzeln.

Befreundete Künstler und Musiker besuchten ihn oft und ließen sein Heim zu einem Hort der Musen werden. Man mag sein Werk und sein Schaffen unterschiedlich betrachten, aber eines ist unumstritten: Max Klinger war es, der der Kunst um 1900 die Richtung in eine „andere Moderne“ wies. Seine Suche nach einer „Wirklichkeit jenseits der Realität“, sein Geist und sein Wirken leben in Leipzig, der Stätte seiner Erinnerung, fort.

Wiederbelebung eines Kunstdomizils

Die Klinger Villa und der dazugehörige englische Landschaftsgarten wird eine neue Leipziger Adresse für Kulturveranstaltungen.

Heinrich Louis Klinger ließ ab 1868 die Villa in der heutigen Karl-Heine-Straße 2 für sich und seine große Familie errichten. Dieses Gebäude ist das letzte erhaltene bauliche Zeugnis des Leipziger Künstlers Max Klinger in seiner Heimatstadt, nachdem sein Geburtshaus abgerissen und sein eigenes Atelierhaus im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Er kaufte nach dem Tod der Eltern dieses Gebäude, das nach seinem Tode der Kaufmann Richard König erwarb.

Nach mehreren Umbauten, Jahren der unsachgemäßen Nutzung und Vernachlässigung hat Dr. Siegfried Unterberger die Villa von einer Erbengemeinschaft gekauft und die äußere Bauhülle mustergültig saniert. Er wollte die Klinger Villa wie die Villa Romana in Florenz zu einem Künstlerhaus machen, wo Stipendiaten nach dem Vorbild aus Florenz eine Möglichkeit zum Arbeiten bekommen und Inspirationen im Klingerschen Sinne empfangen können. Widrige Umstände verhinderten dieses Vorhaben.

So wurde die Villa 2010 von der Leipziger Firma KSW GmbH erworben, welche mit dem Blick für’s Wesentliche die Restaurierung dieses Gebäudes nach originalen Plänen und denkmalpflegerischen Vorgaben fertigstellte. Hier wurde nach Vollendung der Baumaßnahmen eine Plattform für Künstler und Kunstinteressierte geschaffen, welche die Ideen Max Klingers aufgreift.

Das Klinger Forum e. V. erfüllt diese Villa – ähnlich dem Programm der Villa Romana – mit neuem Leben. Der große Landschaftsgarten mit historischem Baumbestand am Flusslauf der Weißen Elster und die historischen Salons in der Villa erstrahlen wieder in neuem Glanz.